Hauptstrasse Alte Haus Nr.14

Alte Hausnummer 14 Giebelständiges Wohnhaus in der gestaffelten Bauweise dieses Straßenzuges aus der ersten Hälfte des 18. Jhs.Trauf- und giebelseitige Mannfiguren an den starken Eck- und Bundständern. An der Traufseite im Brüstungsbereich ein Leitermotiv. An der Giebelseite am Ober- und Untergeschoss Zierbänder, die im Untergeschoss dreiteilig und im Obergeschoss zweiteilig sind. In der Hofeinfahrt Wilhelm Völker mit Ehefrau Anna, geb. Stöber und den Kindern Sophie, Luise, Else und Heinrich, außen rechts eine Magd. Der Vater von Wilhelm Völker, Eduard Völker, geboren in Gimpte bei Hann. Münden, war Holzflößer und heiratete die vermögende Witwe des Bürgermeisters Georg Hesse, genannt „Schulzen Schorsch”. Dieser stiftete 1898 die Orgel für die Jestädter Kirche. Erbauer und Besitzer des gesamten Anwesens, zu dem auch das Grundstück Schwerdtfeger gehörte, waren wahrscheinlich Jakob Wiegand der Gerichtsschöffe und Christoph Wiegand. Ende des 18. Jhs waren der Schulze Jakob Hesse und Christoph Hesse Eigner des Anwesens. Die Familie Hesse war angesehen und vermögend. Sie stellten über mehrere Generationen Schultheiße, Bürgermeister und Gerichtsschöffen. Nach mehreren Generationen Hesse folgte Manfred Beck, dessen Vater Frieda Hesse heiratete, genannt Pochmüllersch Frieda, weil Ihre Mutter aus der Pochmühle stammte. Heutige Besitzerin ist Ina Beck.